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Langbahn-WM in Mühldorf
Barth zeigt seinen Konkurrenten, "wo der Bart(h)'l den Most holt"!

Hochsommerliche Temperaturen, mehr als 4.000 Zuschauer und eine hervorragende Organisation des veranstaltenden MSC Mühldorf hatten für die passenden äußeren Bedingungen zum zweiten Langbahn-Weltmeisterschaftsfinallauf gesorgt. Die Weltelite der Bahnsportler besorgte den Rest: sie boten hochkarätigen, spektakulären, faszinierenden und an Spannung kaum zu überbietenden Motorradsport! Dabei zeigte letztendlich der amtierende Champion, Robert Barth, seinen Konkurrenten, "wo der Bart(h)'l den Most holt" und holte sich den Sieg vor seinen Widersachern Ralf Löding (Jübek) und Gerd Riss (Bad Wurzach). Lokalmatador Herbert Rudolph vom MSC Mühldorf landete in diesem Weltklassefeld auf dem vierten Rang.
DetailDer Weltmeister hatte für Mühldorf ein ganz klares Ziel: "Ich komme hierher, um zu gewinnen!" In seinem ersten Vorlauf musste er sich jedoch schon zum ersten Mal geschlagen geben: Gerd Riss hatte den besten Start, setzte sich vor Barth in die Führungsposition und gab diese nicht mehr ab. Und auch in seinem dritten Vorlauf konnte sich Robert Barth "nur" als Zweiter behaupten. Nach einem miserablen Start, von dem er nur an vierter Position in die erste Runde ging, kämpfte er sich zwar noch bravourös an den vor ihm liegenden Kelvin Tatum und Brian Karger vorbei, doch für den in Führung liegenden Szdenek Schneiderwind reichte es nicht mehr ganz: In einer Zentimeterentscheidung hatte er gegen den Tschechen das Nachsehen. Dennoch sorgten zwei zusätzliche Laufsiege für insgesamt 18 Qualifikationspunkte und den sicheren Einzug ins so wichtige A-Finale.
Dieses erreichte Gerd Riss noch klarer: Mit nie gefährdeten Siegen in seinen vier Vorläufen und der Maximalpunktzahl von 20 Zählern war er der dominierende Fahrer der Vorrunde und als Punktbester locker ins A-Finale gerast. Ähnlich gut - mit drei Laufsiegen, allerdings auch einer "Nullnummer" - qualifizierte sich der Jübeker Ralf Löding. Seine Vorstellungen waren spektakulär und einfach klasse, und so war er mit seinen Leistungen die positive Überraschung des Tages.
Sein Pendant im Negativen hieß Kelvin Tatum: Als Zweiter der WM-Gesamtwertung nach Mühldorf gekommen und noch vor Gerd Riss als der Hauptkonkurrent von Robert Barth um den Titel gehandelt, erwischte einen rabenschwarzen Tag.  Zwei zweite Plätze, ein dritter und sogar nur ein vierter Rang in den Vorläufen verwehrten ihm sogar den Einzug ins A-Finale, wobei ihm hierbei in seinem letzten Vorlauf der amtierende Champion wahrlich eine Lektion erteilte und den hoffnungsvollen Briten demontierte: Tatum hätte unbedingt einen Sieg gebraucht, um die Chance aufs A-Finale zu wahren; doch er musste sich dabei mit Robert Barth messen, der selbst hinter Tatum mit einem zweiten Platz sicher im erstrebten Endlauf gewesen wäre. Barth war aber deutlich anzusehen, dass er den britischen Titelkonkurrenten ausschalten will. Und das macht ein Champion am deutlichsten, wenn er seinem Herausforderer den Einzug in das punkteträchtige Finale verwehren kann - und Barth setzte dies in bewundernswerter Manier um! Kelvin Tatum konnte den Start gewinnen und setzte sich vor Barth an die 1. Position. Der Weltmeister attackierte aber von der ersten bis zur letzten Kurve und ließ dem Briten nicht eine Sekunde Zeit, sich in Sicherheit zu fühlen; im Gegenteil: Die Attacken von Barth waren beinhart, die beiden Kontrahenten drifteten im Millimeterabstand zueinander im Parallelflug durch die Kurven, kratzten schier an der Bande vorbei und ließen den Zuschauern schier den Atem stocken. Schließlich gelang es Robert Barth in der vorletzten Kurve, an Kelvin Tatum außen vorbei zu driften und letztendlich einen klaren Sieg einzuheimsen. Für den Briten ein herbe Niederlage, die ihn demoralisierte und nur ins B-Finale brachte. Und selbst dort wirkte die Demontage durch Barth, allerdings noch verstärkt durch technische Probleme bei der Kraftstoffzufuhr: Tatum beendete als Letzter diesen Lauf und scheint mit den dafür erhaltenen sieben Punkten in der Entscheidung um den Titel weg vom Fenster.
DetailEinen wichtigen Sieg konnte dagegen gleich zu Beginn der Veranstaltung der Lokalmatador Herbert "Peppi" Rudolph für sich verbuchen.  Durch sein Ausscheiden im Halbfinale war er zwar nicht für die WM-Endrunde qualifiziert, bekam aber durch eine "Wildcard" des Veranstalters die Chance, sich im sog. "Last Chance Heat" für einen der noch zu vergebenden zwei Plätze im Hauptfeld zu qualifizieren. Und diese "Last Chance" nutzte der 27-jährige Pilstinger durch einen Sieg in diesem Rennen. Durch einen weiteren Sieg, zwei zweite sowie einen vierten Patz in den Vorläufen fuhr er sich sogar bis ins A-Finale, wo er sich nur den großen Drei des Mühldorfer Renntages, Robert Barth, Ralf Löding und Gerd Riss geschlagen geben musste.
Gleich zu Beginn dieses großen Finales sorgte der "Shooting Star" des Tages, Ralf Löding, für eine weitere Überraschung: Mit dem besten Start setzte er sich an die Spitze des Feldes, knapp gefolgt von den verbissen um Rang zwei kämpfenden Riss und Barth. Bereits auf der Gegengeraden geht Barth an Riss vorbei, in der Kurve kontert dieser jedoch spektakulär; beide schließen zum Führenden auf, attackieren diesen, und alle drei schießen im Formationsdrift nebeneinander durch die Kurve - da passt nichts dazwischen! Löding kann sich gegen die beiden Weltklasseleute behaupten und behält weiter die Führung. Barth kämpft sich endgültig an Riss vorbei und hat nun noch Löding vor sich. Der gibt weiter voll Stoff und hofft, sich den Angriffen des Weltmeisters erwehren zu können. Und fast sieht es so aus, als könnte dies gelingen: In der dritten Runde hat der Jübeker sogar so etwas wie einen kleinen Vorsprung. Dann bläst Barth jedoch zur letzten Attacke und bedrängt den Norddeutschen vehement. In der letzten Kurve sind diese Bemühungen von Barth endlich erfolgreich: Innen quetscht er sich im spektakulären Drift an Löding vorbei und gewinnt dieses Finale!
Detail"Ich habe noch nie in meiner ganzen, mittlerweile 17-jährigen Laufbahn eine Veranstaltung mit solch permanent spektakulären und engen Rennen erlebt. Vor allem das Finale war einfach der Hammer!" zeigt sich der Sieger begeistert und fährt fort: "Es war einfach gigantisch - und jetzt bin ich froh, dass ich gewonnen habe; ich glaube, ich habe mich noch nie so über einen Sieg gefreut!" Welch Kompliment auch für den Jübeker Ralf Löding, der ebenfalls absolut beeindruckt und begeistert ist: "Das war das beste Rennen meins Lebens und ich kann's noch gar nicht richtig begreifen! Es ist natürlich schade, dass ich nach dreieinhalb Runden Führung auf den letzten Metern noch niedergerungen wurde, aber es ist trotzdem klasse! Noch vor ein paar Jahren habe ich noch voller Bewunderung zu Fahrern wie Barth und Riss aufgeschaut - und jetzt misch ich bei den denen voll mit: einfach super!"
Nicht ganz so super lautet das Resümee des Drittplatzierten. Gerd Riss kann die Enttäuschung nicht ganz verbergen: "Klar hat man andere Vorstellungen, wenn man mit Punktmaximum souverän ins A-Finale einzieht und dann doch nur Dritter wird. Aber ich hatte einen schlechten Start, Ralf war in Führung - und dann kommt da auch noch der Verrückte aus Memmingen an mir vorbei," kann es Riss dennoch locker lachend in einen Scherz verpacken. Er sieht jeoch noch keinerlei Vorentscheidung gefallen, auch wenn er mit 36 Zählern bereits 14 Punkte hinter dem gesamtführenden Titelverteidiger liegt: "Die WM ist sicher noch nicht entschieden; es stehen noch vier Veranstaltungen aus, und ich hoffe in den nächsten Läufen einfach auf etwas mehr Glück!"

Die Ergebnisse von Mühldorf im einzelnen:

Platz Fahrer Punkte
1 Robert Barth (D) 25
2 Ralf Löding (D) 20
3 Gerd Riss (D) 18
4 Herbert Rudolph (D) 16
5 Paul Hurry (GB) 14
6 Zdenek Schneiderwind (CZ) 13
7 Brian Karger (DEN) 12
8 Antonin Svab (CZ) 11
9 Theo Pijper (NL) 10
10 Sirg Schützbach (D) 9
11 Bernd Diener (D) 8
12 Kelvin Tatum (GB) 7
13 Enrico Janoschka (D) 6
14 Uppie Bos (NL) 5
15 Matthias Kröger (D) 4
16 Maik Groen (NL) 3
17 Stephan Katt (D) 2
18 Andrew Appleton (GB) 1

Die WM-Gesamtwertung:

Platz Fahrer Punkte
1 Robert Barth (D) 50
2 Gerd Riss (D) 36
3 Kelvin Tatum (GB) 27
4 Paul Hurry (GB) 25
5 Ralf Löding (D) 23
Theo Pijper (NL)
7 Bernd Diener (D) 22
8 Matthias Kröger (D) 20
Zdenek Schneiderwind (CZ)
10 Enrico Janoschka (D) 18

Langbahn-WM
Robert Barth: "Ich komme nach Mühldorf, um zu gewinnen!"

DetailDer amtierende Weltmeister Robert Barth ist selbstbewusst wie nie zuvor: "Ich komme nach Mühldorf, um zu gewinnen; meine Marschroute ist ganz klar und heißt auf Sieg fahren!" so diktierte er vergangenen Dienstag den in Mühldorf bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz anwesenden Journalisten in die Notizblöcke und Mikrofone.
"Sicherlich gibt es auf der Sandbahn in Mühldorf mehr Favoriten," räumt der Champion ein, denkt dabei vor allem an Kelvin Tatum und erläutert weiter; "die Bahn ist sehr schnell, eine Vollgasbahn - da kann jeder fahren," setzt er einen Seitenhieb vor allem gegen Gerd Riss, der "momentan ziemlich unter Druck zu stehen scheint, weil er in dieser Saison noch nicht wirklich was gebracht hat," lästert Barth weiter. Riss sieht er jedoch vor allem mit dem Briten Kelvin Tatum als seinen Hauptkonkurrenten - zumindest in Mühldorf. Denn im Kampf um den Titel räumt er dem Ex-Champion aus Bad Wurzach keine Chamcen ein: "Den Titel machen Kelvin Tatum und ich untereinander aus!" Große Töne, die nach Arroganz und Überheblichkeit des Weltmeisters klingen. "Das mag schon sein," räumt dieser ein, "aber ich bin zur Zeit einfach so gut drauf, fahre so locker und auch frech, wie bisher nie in meiner 17-jährigen Laufbahn und bin auch mental so stark, dass ich dies aus meiner Sicht wirklich ohne Überheblichkeit sagen kann." Selbstverständlich weiß Barth auch, dass all diese Faktoren nur greifen können, wenn er auch das nötige Quäntchen Glück hat und ihm auch sein Material keinen Strich durch die Rechnung macht. In diesem Punkt ist er jedoch sehr zuversichtlich, hat er doch bei seinem souveränen Sieg in Bielefeld bewiesen, dass er mit seinem Tuner Anton Nischler und dessen Maschinen allererste Qualität zur Seite hat. So ist für ihn seine Zuversicht nur die Folge der positiven äußeren Bedingungen. "Ich bin bestens vorbereitet und werde versuchen, den Sieg in Mühldorf einzufahren, egal wie hart die Konkurrenz sein wird!" - eine ganz klare Ansage des Weltmeisters, die für alle Fans Garant dafür ist, dass sie in Mühldorf wieder Motorsport der Extraklasse zu sehen bekommen werden. Das Großereignis in Mühldorf beginnt bereits mit dem Training am Samstag ab 14.00 Uhr, am Sonntag beginnt der Tag mit dem "Warm up" um 10.00 Uhr, die WM-Läufe starten um 13.00 Uhr.

Langbahn-WM-Finale
Barth siegt in Bielefeld und freut sich jetzt auf Mühldorf

DetailIn überzeugender Manier holte sich der amtierende Weltmeister Robert Barth den Sieg beim ersten Langbahn-WM-Finallauf in Bielefeld und setzte damit ein deutliches Zeichen: Wer den Titel will, muss mich besiegen! Nun freut sich der Weltmeister auf den zweiten Finallauf am 29. Juni in Mühldorf am Inn, denn "die Bahn liegt mir, und ich konnte dort immer gute Ergebnisse erzielen". Seine größten Konkurrenten, der Brite Kelvin Tatum (Zweiter in Bielefeld) und Gerd Riss (Bielefeld 3. Platz) müssen nun alles geben, um mögliche Titelchancen zu wahren.
Sein Auftreten und seine Vorstellung auf der Grasbahn in Bielefeld  waren weltmeisterlich: Robert Barth gab sich keine Blöße. In jedem seiner Läufe setzte er sich spätestens ausgangs der Startkurve an die Spitzenposition und gab diese auch nicht mehr ab: Punktemaximum in den Vorläufen! Und auch im A-Finale zeigte er, dass der Titel nur über ihn vergeben werden wird: Barth siegte und holte sich für die WM-Wertung ebenfalls die Maximalpunktzahl von 25 Zählern. Mit einem Vorsprung von fünf Punkten vor dem Briten Kelvin Tatum geht er nun zuversichtlich in den nächsten Finallauf am 29. Juni in Mühldorf am Inn. Und dort wird Barth wohl auch nur sehr schwer zu schlagen sein, denn "Mühldorf hat eine der schönsten Sandbahnen, sie liegt mir sehr, und außerdem habe ich dort immer gute Ergebnisse erzielen können", verdeutlicht Barth seine Zuversicht.
Aber auch Kelvin Tatum dürfte gerne nach Mühldorf kommen; auch er zeigte auf dem schnellen Sandoval immer gute Leistungen, hat vor allem gute Erinnerungen aus dem Jahr 1998: dort holte er sich in Mühldorf einen seiner bisher drei WM-Titel! Dieses Jahr dürfte es für ihn jedoch nicht leicht werden, wie auch sein Auftreten in Bielefeld zeigte. In den Vorläufen musste er sich Barth und Bernd Diener geschlagen geben, kam im dritten Heat nach mäßigem Start gar nur auf Rang vier, und erst im letzten Vorlauf holte er sich mit einem hart erkämpften Sieg die nötige Punktzahl für das A-Finale. Dort war er hinter Weltmeister Barth allerdings klar die Nummer Zwei und konnte seinen ärgsten Konkurrenten, Gerd Riss, auf den dritten Rang verweisen.
Riss - vierfacher Langbahn-Weltmeister und heiß auf den fünften Titel - zeigte in Bielefeld in seinen Vorläufen starke Leistungen, konnte drei Siege einheimsen, wurde nur einmal knapp von Titelträger Barth geschlagen und qualifizierte sich klar fürs A-Finale. Dort erwischte er allerdings einen mäßigen Start, kämpfte sich jedoch von der fünften Position noch an Bernd Diener und Matthias Kröger vorbei auf Rang drei. Riss hat somit 18 WM-Zähler und will in Mühldorf "voll angreifen", da ihm Sandbahnen grundsätzlich besser liegen und er die Mühldorfer besonders mag. Schließlich hat auch er sehr gute Erinnerungen an die Bahn: 1999 holte er sich dort einen seiner WM-Titel - übrigens vor Robert Barth.
DetailEinen tollen WM-Einstand feierte in Bielefeld Matthias Kröger: ein Laufsieg, zwei Mal Platz zwei waren der Grundstein für den Einzug ins A-Finale. Dort konnte er sich zwar klar gegen Bernd Diener durchsetzen und holte sich den vierten Gesamtrang, war jedoch gegen die "großen Drei" - Barth, Tatum, Riss - chancenlos. Kröger betrachtet dieses Ergebnis als fast logisches Resultat seiner konsequenten Vorbereitung sowie der guten Motoren von Marcel Gerhard. Auch er sieht zuversichtlich nach Mühldorf, kann er doch aus dem letzten Jahr einen Sieg dort vorweisen.
Die positive Überraschung in Bielefeld war Bernd Diener: Einfach gut drauf und als Ex-Grasbahn-Europameister besonders motiviert zeigte er eine absolut starke kämpferische Leistung, die er mit spektakulären Überholmanövern vor allem auf der Außenbahn unter Beweis stellte. Er lieferte sich heiße Zweikämpfe mit Paul Hurry, Uppie Bos und Gerd Riss, kämpfte sich in seinem letzten Vorlauf vom letzten Platz noch auf Position zwei nach vorne. Im A-Fianle konnte er seine Husarenritte allerdings nicht mehr wiederholen, landete dort auf dem fünften Rang, mit dem er jedoch hochzufrieden ist. Für Mühldorf hofft er, dass er dieses Jahr dort endlich von technischen Problemen verschont bleibt und erneut gute Leistungen zeigen kann.
Definitiv keine überzeugenden Leistungen boten in Bielefeld Ralf Löding und der Däne Brian Karger. Beide fanden während der gesamten Veranstaltung nie die richtige Einstellung zu dieser Bahn, und vor allem Ralf Löding, der die Qualifikaiton in Pfarrkirchen noch als Sieger dominieren konnte, beklagte die Unebenheit sowie die sehr unterschiedliche Griffigkeit des Grasovals. Auch aufgrund seiner nicht 100%igen körperlichen Verfassung ist er froh, für Mühldorf als Fixstarter fest zu stehen, wo er sich viel vorgenommen hat. Er möchte am 29. Juni wieder im Konzert der "Großen" mitmischen und sieht seine Chancen dafür auch recht gut, denn auf "Sandbahnen fühle ich mich eindeutig wohler!"
DetailBei all diesen Voraussetzungen und Vorhaben der Langbahn-Gladiatoren ist klar, dass die Veranstaltung in Mühldorf so richtg spannend werden wird: Der Weltmeister Robert Barth will sein Punktekonto und damit seinen WM-Vorsprung weiter ausbauen; Gerd Riss will und muss in Mühldorf vor Barth sein, um die Voraussetzungen für eine echte Titelchance zu wahren; Kelvin Tatum möchte natürlich ebenfalls an Barth heran, um auch seine Chancen auf den Titel zu erhalten, wozu er allerdings auch einen Sieg benötigt; auch Matthias Kröger, der mit seiner Bielefelder Vorstellung gezeigt hat, dass er durchaus in der Lage ist, einem der "Großen" ein Bein zu stellen, kann für die eine oder andere Überraschung sorgen und das Feld durcheinander wirbeln. Diese Möglichkeit hat selbstverständlich auch Lokalmatador Herbert "Peppi" Rudolph, der dank einer Wildcard als Teilnehmer des "Last-Chance-Heat" seine Chance nutzen möchte und das WM-Aus im Halbfinale durch überzeugende Leistungen vergessen machen will. Gleiche Möglichkeiten haben allerdings auch die anderen Teilnehmer des "Last-Chance-Heat" Stéphane Tresarrieu, Antonin Svab, Daniel Bacher und die Amazone Nynke de Jong. Und so trifft für Mühldorf durchaus der Spruch zu: "Fix is nix!!" Der Verlauf der Veranstaltung sowie der Ausgang ist absolut offen und für jede Überraschung gut! Die logische Konsequenz kann also für die Fans nur heißen: am 29. Juni in Mühldorf am Inn live dabei sein, die Spannung ertragen und miterleben, wer sich für den Weltmeistertitel weitere wichtige Punkte holt!

Countdown in Mühldorf am Inn
Noch vier Wochen zum Sandbahn-WM-Endlauf


In Mühldorf am Inn laufen die Vorbereitungen für diese hochkarätige Motorradsport-Veranstaltung auf Hochtouren, die Verantwortlichen des MSC befinden sich im Dauerstress! Die Vereinsmitglieder sind nicht nur bei den verschiedensten Veranstaltungen unterwegs, um für das Motorsport-Highlight am 29. Juni zu werben, sie packen auch ordentlich an bei noch nötigen baulichen Umbaumaßnahmen.
So war der MSC Mühldorf auch auf der INN 2003 mit einem Messestand vertreten. Die ausgestellten Bahnmotorräder fanden dabei großes Interesse, und auch das angebotene Gewinnspiel, bei dem Eintrittskarten zum WM-Finallauf zu gewinnen waren, wurde begeistert angenommen. Den Hauptpreis, 2 Tribünenkarten, übergab Vorstand Helmut Stöger nun an den 15-jährigen Andreas Karbstein aus Taufkirchen. Die weiteren Gewinner der Freikarten wurden über ihr Losglück bereits verständigt.
Nichts mit Glück oder Verlosung hat es dagegen zu tun, wer von den MSC-Mitgliedern z. B. beim Arbeitseinsatz auf der Rennbahn und im Fahrerlager "herhalten darf". Alle sind sich der Bedeutung der bevorstehenden Veranstaltung und damit ihrer Verantwortung bewusst, so dass nahezu jede freie Minute von mal mehr, mal weniger Vereinsmitgliedern genutzt wird, um die äußeren Bedingungen für Fahrer und Zuschauer optimal vorzubereiten.
Gut vorbereitet ist der MSC auch, was den Kartenvorverkauf anbelangt, der mittlerweile auch auf Hochtouren läuft: Begehrt sind zur Zeit vor allem die nur begrenzt erhältlichen Tribünenkarten an der Start/Ziel-Geraden. Richtig los ging es nach dem hervorragenden Abschneiden der 20-jährigen Nynke de Jong beim Qualifikationslauf in Pfarrkirchen, berichtet MSC-Vorstand Helmut Stöger und versichert, "dass die junge Dame in Mühldorf auf jeden Fall auch auf der Bahn zu sehen sein wird, egal ob sie die Qualifikation im Halbfinale schafft oder nicht ...".  Diese Tatsache ist sicherlich mit ein Grund, warum die Bestellungen mittlerweile aus ganz Deutschland per Internet (www.bavarianthunderdays.de) eingehen. Für alle heimischen Fans, die nicht über das Internet bestellen möchten, hat der MSC eine Vorverkaufsmöglichkeit bei MC Donalds in Waldkraiburg eingerichtet und noch ein Zuckerl beigegeben: mit den im Vorverkauf erworbenen Eintrittskarten gibt's zum Training am Samstag freien Eintritt!

Nahezu jede freie Minute sind die MSC-Mitglieder -  mal sehr zahlreich, ein andermal mit geringerer Beteiligung -  auf der Rennbahn und wie hier im Fahrerlager dabei, die äußeren Bedingungen optimal zu gestalten. Da freut sich der Gewinner: Andreas Karbstein bekommt von MSC-Vorstand Helmut Stöger die Freikarten für den WM-Finallauf am 29. Juni überreicht.